F.A.Q.
Frequently asked questions:
Wieso gerade „Musta Veenuse Ordu“ (übersetzt:„Orden der Schwarzen Venus“)?
Der wichtigste Grund ist, daß genau dieser Name bei der allgemeinen Namenssuche und der nachfolgenden geheimen Abstimmung zur Zeit der MVO Gründungsversammlung die meisten Stimmen bekam. Außerdem sind „Schwarz,“ „Venus,“ wie auch „Orden“ im Einklang mit den Themen, mit den wir zu tun haben. „Schwarz“ soll die Vertretung der dunkleren Seiten betonen, „Venus“ ist auch bekannt als Morgenstern oder Luzifer (P.S. Wir streben nicht nach dem Schönheitsideal der schwarzen Rasse), „die schwarze Venus“; „Orden“ eine Verbindung von religiösen und auch philosophischen (rationalen) Menschen. Zur Zeit hat dieser Name so viel Geschichte und Energie, daß die Veränderung des Namens schon gar nicht in Frage kommt. Außerdem haben wir nichts gegen den Namen, nur einige Fremde.
Opfert ihr Kinder, tötet ihr Menschen (auch die, die euren Orden verlassen wollen), vandalieren sie auf Friedhöfen, brennen sie Kirchen nieder...?.. Ist der Fragensteller dieser Frage aus dem Irrenhaus entlaufen?... Was für Gefühle hat diese Gegenfrage bei Ihnen ausgelöst?
Denken sie darüber nach! Ein Satanist ist ein logisch denkender und von seiner natürlichen Einstellung her ein Mensch, der aufgrund seines freien Willens seine eigenen Entscheidungen trifft, weil er in derselben Zeit in seinem eigenen größeren Sozialraum lebt, und so für sein Überleben (Das ist eine der wichtigsten Punkte im Satanismus, man soll für das Überleben kämpfen können) mit einer Sammlung der Regeln einer größeren Menschengruppe leben kann. Das wären dann Gesetze. Es wäre für die meisten von uns undenkbar aufgrund der Mißachtung dieser Regeln (die Regel, daß man nicht töten darf, zum Beispiel!) unser Leben (naja, in Estland gibt es eigentlich die Todesstrafe nicht mehr, aber sie sollen die Idee verstehen können) oder unsere Freiheit zu opfern. Die Gesellschaft fordert ihren Mitgliedern die Befolgung von Regeln ab, aber sie kann nicht kontrollieren, was im Inneren eines Menschen vorgeht! Genau deshalb hat der einzelne Mensch das Recht zu glauben, woran er will, aber kein Recht, seine Gedanken größeren Gruppen oder anderen Individuen aufzuzwingen. Das heißt, wir töten nicht, wir vergewaltigen nicht, wir zerstören keine Gräber und wir brennen keine Gebäude anderer Religionen nieder. Das ist die allgemeine Regel, die Mißachter hat, genau so viele im Satanismus wie in jeder anderen Religion oder sozialen Gruppe. Wie viele Menschen sind im Namen des Christentums ermordet, wie viele Länder erobert worden, wie viel Qual, Angst und Schmerz ist dadurch in die Welt gebracht worden?!? Proportionen und Prozente sind natürlich ein bißchen verschieden, weil Satanismus so einen kleinen (aber gefürchteten) Teil aller Religionen bildet, aber trotzdem gilt dasselbe. Die Verbrechen des Christentums sind immer noch unvergessen und unverziehen, und werden es auch niemals sein...Und bezüglich eines Ordensaustritts: Welches Recht haben wir, den Menschen zu sagen, was sie mit ihren Leben machen können und was nicht? Das wäre gegen die Regeln des Satanismus! Gibt es keine Grenze für die Dummheit der Menschen?
Was denken sie über das sich verbreitende Interesse am Satanismus von Estlands Jugend?
Brennt da draußen ein Feuer??? Ich sehe nur Horden von Usern von vampirefreaks.com oder rate.ee, und Konversationen, die auf dem entsprechenden Intelligenzniveau geführt werden. Deren Basis ist meistens eine Ansammlung von Mediensensationen und der Wunsch ein Teenager zu sein, der „klein aber gefährlich“ ist. Bullshit! (hierbei entschuldige ich mich bei den übrigen Vertretern der drei Prozent, die das Interesse am Satanismus auch nach zehn Jahren in sich tragen, alle andere sollten meiner Meinung nach etwas Letales mit sich machen.) [an die Behörden: DAS IST KEIN AUFRUF ZUM SELBSTMORD!!!!]
Kann man ein Satanist werden, ohne das man in einen Orden (oder etwas ähnlichem?) eintritt, wenn man fühlt das Satanismus für dich der richtige Glauben ist?
Naja, es ist so wie mit jedem anderen Glauben. Man sagt, daß der Glaube zum Gläubigen kommt, nicht umgekehrt, also wäre es unglaublich naiv, zu denken, daß der Eintritt in eine Organisation, eine Gemeinde oder in einen Tempel den Glauben kräftigt oder den Menschen besser macht. Das Ziel von Organisationen, wie der unsere, ist es, den Menschen Gleichgesinnte zu bieten und ihnen auch Unterstützung zu geben. Mit einem Wort – Freunde. Unabhängig davon sind wir der Meinung, daß man als Satanist geboren wird, also mit dem entsprechenden Persönlichkeitskern und einem natürlichen Verständnis für die Grundlagen des Satanismus. Man kann also nicht beschließen, Satanist zu werden oder konvertieren.
Wie steht ihr zu Skinheads und was ist die Meinung von Satanisten gegenüber anderen Rassen?
Ich persönlich kenne kein Mitglied, der ein Skinhead wäre. Satanismus macht keinen Unterschied zwischen Rassen, aber wenn ein Satanist ein Rassist sein will, können wir es ihm oder ihr nicht verbieten. Auch zu diesem Thema kannst du verschiedene Meinungen im Forum finden.
Wieso haben Satanisten Angst, ihren Namen zu benutzen?Wieso benutzen sie blöde Pseudonyme? Haben sie Angst, verprügelt zu werden?
Weil in der Estnischen Republik Glaubensfreiheit nur eine leere Worthülse ist, die im wirklichen Leben nichts bedeutet. Für die EU ist es zwar schön, dies auf dem Papier stehen zu haben, aber es ist eben nur Papier. Es reicht, wenn unsere Namen, persönliche Daten und andere wichtige Informationen den Beamten bekannt sind. Wenn man an die Ignoranz, die Arroganz und die stereotypen Annahmen und Anmaßungen der Menschen denkt, ist es nicht gerade clever, seinen Glauben zu erwähnen oder auch nur anzudeuten, daß man ein Satanist sein könnte. Das kann auf der Arbeit wie auch im Privatleben unangenehme Situationen, die mehr störend als gefährlich sind, oder Entlassung und unüberwindliche Hindernisse mit sich bringen.
Wieso sollte ich einen Mitgliedsbeitrag bezahlen? Woher weiß ich, das dieses Geld gut investiert ist?
Der Mitgliedsbeitrag ist ein gewöhnlicher und normaler Beitrag, wie er bei den meisten Organisationen, jedem Klub oder in Vereinen üblich ist. Er ist auch ein direkter Filter, um Menschen, die nur nehmen, aber nichts beitragen wollen, herauszufiltern. „MVO“ ist keine Organisation, die alles kostenlos machen kann. Außerdem ist das Kapital, das wir aus Mitgliedsbeiträgen und einmaligen Spenden erhalten, für uns von großer Bedeutung. Von den Mitgliedsbeiträgen können wir die Getränke und das Essen auf unseren Versammlungen, die Anmietung von Räumen, wo wir uns treffen, und auch „MVO“- Bücher und einzelne Dinge wie Embleme, Sticker und Schmuck finanzieren. Das Geld wird nicht in ein schwarzes Loch (oder in unseren bodenlosen Taschen) verschwinden!
Ich will ein Satanist werden. Werden Rituale und Opferungen für mich obligatorisch?
Nein, das werden sie nicht. Du mußt nichts tun, was du nicht tun willst. Ein freier Mensch folgt seinem Herz und seinem Verstand (ein Satanist macht das letztere vielleicht eher). Trotzdem ist gar nichts Unfaßbares dabei, wenn ein Satanist jeden Tag Rituale durchführt. Wir möchten aber betonen, daß Rituale nicht der Opferung dienen und auch keine Tiere gequält oder gar getötet werden.
Wieso haben Satanisten so einen schlechten Ruf in unserem Land?
Weil es sich gut verkauft. Ein Satanist, der aussieht wie ein gewöhnlicher Staatsbürger und die Gesetze besser befolgt als einige andere Herren, wird kein Objekt des Medieninteresses werden, er wird auch den gewöhnlichen Bürger kaum interessieren. Aber auch deshalb, weil einige labile Menschen, die eine gewisse Periode ihres Lebens durchmachen, sich auch als „Satanist“ identifizieren. Dies wird aber vergessen, sobald diese Lebensetappe beendet ist und es wird auch dann meist verschwiegen. Viele Menschen fühlen sich zu dunklen Subkulturen hingezogen, die auf bestimmter Kleidung und Musikgeschmack beruhen, und haben diese fälschlicherweise als „Satanismus“ verbreitet oder es wurde von den Medien so dargestellt.
Hören Satanisten sich Metal-Musik an?
Ja und nein. Das ist eine dumme Frage. Satanist sein muß NICHT bedeuten, daß man musikalischen Einschränkungen unterliegt. Ein Satanist kann sich anhören was er will. Punkt.
Haben Satanisten ihre eigenen Heiligen Orte?
Wenn sie so etwas haben, dann kann dies von Vorteil für sie sein. Wenn nicht, wird es sie auch nicht gleich umbringen. MVO hat keine Heilige Stätte, aber mit den richtigen Methoden und genügend Einsatz kann aus fast jeder Örtlichkeit ein Tempel gemacht werden, wo immer ein solcher gebraucht wird.
Wieso wollen Satanisten immer ihre Einstellung durch ihr Äußeres betonen?
Machen sie dies auch wirklich? Wie drückt sich das aus? Das einzige, das bei manchen Menschen die „Betonung“ sein soll, ist ein kleines umgedrehtes Kreuz oder ein Pentagramm welches sie verborgen um den Hals tragen. Es gibt keine „wahren“ Satanisten, die lange Haare haben, immer nur schwarz tragen, sich an dunklen Orten aufhalten, nur Black Metal hören, so oft wie möglich Blut trinken, den Mond anheulen und immer das Opfern von Kindern planen. In Wirklichkeit ist alles ganz anders! Satanisten sind in eurer Mitte, neben euch an der Bushaltestelle, hinter euch im Nachtclub, ihr Gegenüber am Tisch, an dem Sie ihren Guten-Morgen-Kaffee trinken. Und das Beste ist, sie haben keine Ahnung, daß sie ein alltägliches Leben führen, und daß sie überhaupt Satanisten sind! Es gibt diejenigen unter uns, die keiner ohne die Anwesenheit vorheriger Informationen als Satanist enthüllen würde, und auch Menschen, für die es wichtig ist, daß das Innere und das Äußere eine Harmonie bilden – das heißt meist das Tragen schwarzer Kleidung und die Bevorzugung einiger satanischer Symbole. Die Wahl hat wie immer das Individuum.
Satanismus ist gegen Gott gerichtet, aber er basiert auf der Bibel...
Satanismus hat keine Verbindung mit dem Christentum, es sind zwei verschiedene Wege, die an manchen Stellen das gleiche behaupten, und an anderen sich wiederum gegenseitig ausschließen.
Wurden diese Fragen erfunden?Ich glaube nicht, daß Menschen so dumm sein können!
Diese Fragen wurden aus unserem Forum, von unserem Chat oder aus Zeitungsartikeln gesammelt (Die letzten strotzen nicht gerade vor Genialität, aber wir mußten einfach ihre Dummheit aufzeigen.)
Wie kann ich Satans Willen befolgen?
1) Gehe in den Tammsaare Park.
2) Zieh dich aus.
3) Schrei, wie sehr Satan dich begehrt.
4) Überschütte dich mit Benzin.
5) Entzünde ein Streichholz und halt es an deinen Körper.
Hat das gewirkt? Nein?
(Kein Aufruf zum Selbstmord, nur Sarkasmus)
Was ist der Unterschied zwischen einem Satanisten und einen Teufelsanbeter?
Eines der Paradoxe des Satanismus ist, das er gleichzeitig dogmatisch und undogmatisch ist. Ein Beispiel: Ein Satanist sieht Satan nicht als Gott an, er lebt nur die Philosophie des Satanismus, wie ein Marxist. Ein Teufelsanbeter betet den Teufel als seinen Gott an, genau wie jemand, der Karl Marx als Gott ansehen würde. Der eine glaubt, daß er Wissen und Macht anstrebt, der andere, daß er den Pfad der Kraft und des Geistes befolgt. Man kann es nur schwer definieren, aber versuchen wir es so: ein Satanist strebt nach „Objekten“ (Ideen, Macht, Energie und Philosophie), wohingegen der Teufelsanbeter dem „Subjekt“ (einem Wesen) folgt. Ein Satanist ist sein eigener Gott und daher nicht an externen Wesenheiten oder Göttern interessiert.
Sende deine Frage (auf englisch)auf diese Adresse:
faq @ saadanas.org oder in Deutsch an: hollovahur@hotmail.com